Me and T

<Copy Post von meinem alten Blog http://blogs.msdn.com/b/frankfi >

Hi…

Nach 3.405 Tagen werde ich am 30.4. Microsoft verlassen. Alleine diese beeindruckende Zahl (ich selbst erschrocken wie groß sie ist) zeigt, wie prägend diese Zeit war. Ich habe angefangen als Developer Evangelist; durfte das Team der Evangelisten leiten (oder sie mich, wie man es nimmt). Ich habe Kleiderschränke voll mit T-Shirts und Hemden aus der Zeit von Visual Studio.NET und Windows Vista. Ich durfte Marketing auf die Microsoft-Art lernen: „Wenn du meinst Du kannst es, mach‘ halt und zeig‘ was Du drauf hast“. Dann hatte ich zwei Jahre die Chance eines der wichtigsten Produkte für Microsoft mitgestalten zu dürfen: Windows Phone. Das war eine ganz neue Industrie und Erfahrung. Neue Menschen, die mir viel beigebracht haben. Alleine der Versuch 3.405 Tage in Worte zu fassen, muss wohl in 3.405 Seiten ausarten; daher werde ich das mal sein lassen. Vielleicht auch, weil ich ansonsten zu sentimental werden könnte. Entschuldigung für die saloppe Sprache, aber WAS FÜR EINE GEILE REISE!!!

Ich durfte bei Microsoft viel sehen und lernen. Ich hatte Technik, Menschenführung, Marketing, Consumer-Marketing und auch ein wenig Sales. Ich habe vor vielen und vor wenigen Menschen präsentiert, vor den ganz Großen und vor den wahren Entscheidern, den Konsumenten. Das Wichtigste, was ich lernen durfte, ist Respekt vor Menschen. „Never try to be greater than your front line“. Ich habe versucht, so viel ich konnte, zurück zu geben. Trotzdem, glaube ich, stehe ich bei den Microsofties in den Miesen – ich habe mehr bekommen, als  ich je zurückgeben kann. Wir haben gekämpft und geheult,  Erfolge erzielt, Preise gewonnen, gefeiert. An Euch alle – und Ihr wisst wen ich meine – ein DANKE!!

Ich habe mich trotzdem entschlossen, den nächsten Schritt zu machen. Mittlerweile ist dies so ein geflügeltes Wort unter uns professionellen Business-People geworden, aber ich meine das viel ernster. Ich habe mir lange Gedanken gemacht und ich habe mich entschieden diesen Schritt zu tun. Es ist ein Schritt, der für mich persönlich ein Lebensabschnitt schließen und einen neuen beginnen lässt. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich  ein Afficionado bin; „a man on a mission“. Ich bin nur gut, wenn ich total überzeugt bin. Das hat mich zu Microsoft gebracht, zu Visual Studio und zu Windows Phone. Das treibt mich weiter. Also, zuerst das Warum und dann das Was.

Es gibt ein paar Dinge, die mich ausmachen-zumindest sagen das alle, die das wissen sollten: Ich bin Technik verliebt, vor allem Software-Entwicklung liegt mir total. Ich bin ein Evangelist, kombiniere einigermaßen ordentliche Ausdrucksweise mit Energie. Ich liebe es im Team zu arbeiten, da andere mich ergänzen und meine Schwächen ausgleichen. Und, ich habe den quirrligsten Teil der ITK Industrie schätzen gelernt: Den Mobilfunk. Mein derzeitiger Job hatte viel davon…

Dann kam da aber ein Angebot; ich sollte sagen, das Angebot. Eine Position bei einer Firma, die mich beide extrem reizen. Ich werde in der Gruppe B2B2X bei der Deutschen Telekom AG, Products and Innovations, mich um das Thema Software und Plattform kümmern. Ab jetzt werdet Ihr viel davon lesen und hören – dafür werde ich schon sorgen 😉 Daher nur ganz kurz vorab in einem Satz: Die Deutsche Telekom AG ist auf dem Weg in die App Economy und ich darf Teil der Expedition sein. Diese Chance ist einmalig und sie verbindet viele Aspekte, die mich magisch anziehen: Ein Startup im Global Player, Software und Technik, Mobilfunk, Evangelism, cooles Team, coole Aufgabe. Sorry, ich konnte nicht nein sagen. A man on a mission.

Für alle, die mich jeden der letzten 3.405 Tage genießen haben lassen: Ich verbeuge mich und werde unsere Zeit nie vergessen. Wir bleiben in Kontakt. So, jetzt auf zu Neuem…

CU

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Mobile Ecosystem–The Connection of three Worlds

Hi…

I just did a panel discussion and had a nice idea I want to share right away.

The question was: What business models do you see in existance or coming in the near future within the mobile ecosystem?

While my co-panelists started answer, I thought that this is a question nobody can really answer. But what kind of basic patterns exist? Starting from the innovation model I posted recently I thought about the patterns regarding business models. And here is my result:

A mobile device connects three worlds. Those worlds carry their own business models and all those business models can exist in the mobile space. But – even more interesting – one can connect the different models in the different worlds and generate new ones.

The first world is the physical world. We can move through the physical world and carry the mobile phone with us. We can use the phone to measure and control the physical world. So, classical payment can be transformed into the mobile world. It is simply like using cash. Also, things like coupons do exist for ages. They also can be done with mobile devices.

The second world is the cyber space. E-commerce as it works in cyber space, works with mobiles just fine. But it can be combined with the physical world. One can take a picture of a bar code and order online in no time.

The last world completes the human being. In a rough system, humans combine a physical live (in the physical world) with a social live as a part of the society. So, the social network is the last world. Again, there are old business models like incentivating a customer that bring in more leads is an age old habit in marketing. But now it can be combined with the cyberspace (call it affiliate marketing) or with the physical world.

How great is this?!?!?

CU

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Mobile Phones – Ein Innovationsbaukasten 2

Hi…

ich bin über das Buch “The Third Screen” von Chuck Martin. Er sieht sich mobile aus der Brille des Marketeers an. Dabei hat er eine Liste von Eigenschaften, die das mobile Phone vom PC abheben.

  • Ein privates, persönliches Device
  • Erzeugt Inhalte und kann diese angereichert kommunizieren
  • Zeit, Ort, Profil kann vom Marketeer im mobilen Bereich genutzt werden, optimale Anzeigen zu schalten. Wenn sich ein Shopper im Laden befindet, ist es doch ein guter Moment mit ihm zu kommunizieren
  • Überraschung: Es ist mobil
  • Installed Base: In Deutschland haben wir 130% SIM-Karten in der Bevölkerung…
  • Die Technologie ist gut und ausgereift
  • Self-Service ist Standart (senkt Kosten und erhöht mögliche Kontaktzahl)
  • Die mobilen Ecosysteme sind reichhaltig
  • Kundenzentrisch. Mit dem ersten Screen (Fernseher) waren die Werbemacher am Zug. Seit dem zweiten (PC) sind die Kunden an der Macht

Für mich ist das eine schöne Erweiterung meines Innovationsbaukastens, weil es das “Warum ist das interessant?” zumindest für Marketeers klärt. Überraschend ist es nicht.

CU

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Organization vs. movement vs. philosophy

Hi…

<Kaffeetassen-Philosoph – über einer Tasse Kaffee ein wenig philosophieren>

Gerade einen sehr netten Artikel bei Seth Godin gelesen: Permalink

Der Vergleich von Organisation, Bewegung und Philosophie ist sehr knapp aber darin liegt seine Stärke. Als ich es gelesen habe, stellte ich mir die Frage, was ist das Medium, mit dessen Hilfe sich die verschiedenen Formen ausbreiten.

Ich würde sagen, bei Organisationen ist es Geld, bei Bewegungen kurzfristiges Wissen wie es typisch ist für unsere internet-getriebene Zeit und bei Philosophien langfristiges Wissen wie man es in Büchern findet.

Faszinierend auch zu überlegen, was wie viel Einfluss auf Menschen hat. Eine Philosophie ist zunächst eine rein theoretische Sache, eine Bewegung hat Einfluss ist aber zumeist sehr ungeordnet und verpufft daher schnell. Erst die Organisation ermöglicht den maximalen Einfluss zu haben…

…jetzt ist meine Tasse leer…

CU

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Mobile Phones – Ein Innovationsbaukasten

Hi…

Der mobile Bereich ist gerade eine Innovationsschmiede deluxe. Ansich ist das völlig einfach zu erklären. Diese Smartphones haben 5 sehr interessante Eigenschaften:

Beginnen wir mal mit Sensoren. Ein Smartphone hat mittlerweile Touch, GPS, Kompass, Beschleunigungssensoren, Kamera, Näherungssensor, Helligkeitssensor, Gyroskope, Mikrofon… bald bekommen wir Luftdrucksensoren (damit kann man die Höhe messen plus ein wenig Wettervorhersage betreiben) aber Dinge wie Blutdruck, Blutzucker, Alkohol im Atem… alles machbar. Dinge wie Kinect zeigen wohin es gehen kann… Um es richtig cool werden zu lassen, kann ich natürlich mit Hilfe von Bluetooth, Wireless-LAN, Near Field Communications oder am Ende UMTS mit dem Internet of Things verbinden und viele weitere Sensoren anzapfen.

Kommen wir zu Aktoren. Jedes Telefon hat ein Screen, Sound-Ausgabe, Vibration… mit Hilfe von Kommunikationsschnittstellen kann man jede Form von externen Aktoren mit einbinden (Auto, Rasenmäher, Quadcopter) … was immer.

Mit dem Schlagwort Persönlich meine ich eine Eigenschaft, die Smartphones ausgezeichnet: Sie gehören und werden genutzt von einer Person. Ein Fernseher oder ein PC können mehre nutzen, Smartphones nicht. Sie sind eine sehr persönliche Sache und vor allem, sie sind immer dabei.

Natürlich sind Smartphones wahre Kommunikationswunder. Wir haben es oben bei den Aktoren und Sensoren schon mal genutzt. Mit Kommunikation kann ich Cloud Computing nutzen (unendlich Speicher und CPU Power), soziale Netze andocken, Dienste nutzen…

Ehrlich gesagt, ist vieles davon nicht neu. Viele Telefone hatten Sensoren, Aktoren und konnten natürlich kommunizieren. Was Smartphones wirklich auszeichnet ist der mittlere Bereich: Apps.

Mit Hilfe von Apps kann man die anderen Bereich beliebig verbinden. Daher kann ich wirklich innovativ sein. Wer das mal ausprobieren mag, sollte einfach mal den Graph da oben auf ein Stück Papier malen. An die Knoten weitere Knoten andocken (also an Sensor – Kamera, GPS, etc). Das wird sehr schnell sehr viel (deswegen habe ich das mal gelassen) aber man kann jetzt eine kleine Übung damit machen.

Spielen mit dem Graphen

Jede Smartphone-Applikation stellt einen Graphen auf unserem unterliegenden Graphen dar. Jetzt ist die Anzahl der Sensoren und Aktoren schon recht groß und wird wahrscheinlich noch erheblich zunehmen. Der Bereich Kommunikation öffnet aber das Tor zum Internet und damit zu Services. Boom, ein nahezu unendliche Zahl von Knoten. Worauf ich hinauswill ist, dass wenn jede Innovation ein Graph ist und die Anzahl der zur Verfügung stehenden Knoten unendlich ist, wir haben praktisch unendliche Möglichkeiten. Eher ein philosophischer denn ein mathematischer Beweis, trotzdem nett.

Ein Spielchen, was man machen kann, heißt Ausdehnen. Einfach den Graphen einer netten Lösung einmalen und um einen einzigen Knoten erweitern (sehr viel Spaß: Einen zufälligen Knoten nehmen) und dann überlegen, was die App damit neues, anderes tun könnte. Nennt sich Strong-Follower. Ein anderes Spielchen, einfach mal einen beliebigen Graphen malen und überlegen welche Lösung dies möglich machen würde.

Ein letztes Spiel ist die Knoten einfärben. Für jeden Stakeholder ein Farbe. Die Aktoren und Sensoren des Telefons sind eine Farbe, wenn sie extern sind eine andere. Apps kommen von jemand anderem. Die jeweiligen Cloud-Services wieder von anderen. Und so weiter. Es entsteht ein bunter Teppich aus verbunden Knoten. Ein sehr schönes Bild für das Ecosystem.

Es geht heute nicht mehr um einzelne Devices oder Betriebssysteme. Es geht um Ecosysteme bestehend aus Hardware, Software, Dienste, User-Interface und vieles mehr.

Noch Fragen warum die Kooperation mit Nokia uns so viel bedeutet??

CU

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Microsoft und Nokia – Weiter so mit frischem Wind…

Hi…

Die Firmengeschichte von Nokia wird bestimmt von einigen – teilweise extremen – Richtungswechseln. Ich habe mal gelesen, dass eine Firma alle 40 Jahre ihre Strategie wirklich grundlegend ändert. Nokia ist ein schönes Beispiel. Jetzt werden sie also auf Windows Phone 7 setzen. Ob das so ein extremer Bruch ist, müssen die Historiker mal klären.

Wenn wir ehrlich sind, dann geht es hier nicht nur um Nokia, oder um Microsoft. Die Liste derer, um die es hier geht, ist nahezu endlos. Denn es geht hier um Open Innovation in Hochform.

Mobile Ecosystems und Open Innovation

Chesbroughs Buch (und viele Artikel zum Thema) beschreiben Open Innovation als eine Strategie, Innovation mit anderen zu teilen, um ein Optimum an Verwertung zu erzielen. Oder aber Innovation von extern zuzulassen. Wohlgemerkt, das ist nix, für jede Industrie, jede Innovation – niemand erhebt den Anspruch, dass dies das einzig glücklich machende ist. Es hat aber ein paar Vorteile. Wenn man Peter Drucker (“Innovate or die”) glauben darf, ist Innovation ein absolutes Muss. Aber Innovation heißt nicht nur, nette Ideen haben, sondern sie gewinnbringend umzusetzen. In der Zeit von Globalisierung, muss so was sehr schnell passieren, weil man schwer lange Exklusivität halten kann.

Es geht hier um Ecosystem – wie SteveB und Steven Elop nicht müde wurde auch zu betonen. Nokia kann diesem Ecosystem WP7 einige interessante Aspekte mitbringen. Kartenmaterial ist das eine, Mobile Operator Billing das andere, gutes Design ein weiteres… Umgekehrt bekommt Nokia von diesem Ecosystem wieder viel zurück. Zum einen kann es seine Fähigkeiten über andere skalieren lassen. Zum anderen kann Nokia Dinge mitnutzen, die durch die viel größere Verbreitung der Plattform so mitkommen. Thema: Applications.

Da waren es nun ganz klar derer 3 (wie Elop sagte).

CU

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Die “kreative Klasse” und das mobile Phone

Hi…

ich habe gerade eine sehr interessante Feststellung getroffen: Das Denken der “kreative Klasse” (und damit meine ich die, die sich selber dazu ernannt haben) hört im mobilen Bereich im Moment exakt bei einem Telefon und einem Slate auf.

Es ist sehr interessant zu sehen, wie sehr diese Form der Benutzeroberfläche das Denken dominiert und wie sehr man sich selbst auf die Fähigkeiten der darunterliegenden Plattform reduziert. Ist das schon das Ende der Entwicklung oder hat da jemand eine Tür aufgestossen?? Sollte man durch die Tür gehen anstatt in selbiger stehen zu bleiben??

Wenn man das Argument hört “Schade, zu spät auf den Markt gekommen.”, stelle ich mir die Frage, ob ich in einer anderen Welt lebe. Irgendwann in nächsten Monaten – je nachdem wem man glauben möchte – werden genauso viele Smartphones wie Featurephones verkauft. Der Markt kippt und wird einen enormen Sog erzeugen. Es werden Eco-Systeme gegeneinander antreten. Dabei geht es nicht mehr um nur cooles Design oder nur den billigsten Preis. Es gibt viele Parameter, die stimmen müssen.

Es geht um Apps (Verfügbarkeit, Preis, Qualität, Sicherheit), Content (Menge, Preis, einfacher Zugriff), Services (Location based Services, User Centric Services, Preis), coole Devices (Qualität, Preis, Individualität). Wahrscheinlich fehlen noch einige Dimensionen.

Zwei Dinge muss man erklären: Thema User Centric Services – damit sind Dienste gemeint, die dem Individuum zur Verfügung stehen und an diesem fest gemacht werden. Also überall da, wo ich die Identität brauche. Das fängt bei Email oder Messaging an, Social Networks, Speicher, Shopping… Mobile Geräte könnte man eigentlich sehr gut identifizieren (anhand der IMSI), das hat sich aber nicht durchgesetzt. Man hat mehr auf Verfahren aus dem PC-Bereich gesetzt. Dies hat den Vorteil, das man beliebige Geräteklassen mit einbringen kann. Thema Preis – Es gibt eine schnelle Käuferschicht, für die ist Individualität wichtig. Das bekommt man durch viel eigene Initiative oder schlichtweg durch den höheren Preis. Die meisten wollen sich aber ganz einfach keine solchen Gedanken machen und/oder den Preis zahlen. Sie folgen dann den Ersteren. Dadurch ergibt sich eine Entwicklung, die erstmal kein Ende kennt. Die Kleidungsindustrie zeigt es. Daher war es wichtig, dass die Preise nun im einem Bereich angekommen sind, der massenmarkt-fähig ist. Apropos: Man kann viel von der “Fashion-Industry” lernen…

Nun, wird jedes Ecosystem einen Bereich in diesem Raum der Möglichkeiten abstecken und versuchen möglichst gut zu besetzen. Es wird das eine oder andere geben, dessen Ausprägung in manchen Bereichen nicht ausreichend ist. Da sollte man dann ganz schnell reagieren, weil der Markt gnadenlos ist.

Wichtig ist es auch, die wirklichen Kreativen zu finden und zu Freunden eines solchen EcoSystems zu machen. Sie haben übrigens auch drei Dimensionen: Fähigkeiten der Plattform, Verbreitung und Monetarisierungsmöglichkeiten. Ja, so traurig das für meine Generation ist, die sich noch an die Tore der Pershing-II-Silos gekettet hat, die Werte haben sich geändert. Keine Sozial-Romatik mehr, Kapitalismus ist cool. Geldverdienen und das Streben danach ist nicht mehr verwerflich.

CU

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