Innovation in Konzernen vs Startup

Hi…

Was man sich klarmachen muss, wenn man über Innovation in Konzernen versus Innovation im Startup nachdenkt, ist das Framing.

Wenn ich ein Spiel angeboten bekomme, in dem ich mit 10% Chance 100 Millionen verdienen kann, aber mit 90% Chance 5 Millionen Verlust mache, dann redet man hier wohl von Risiko-Kapital-Anlage. Das meiner Volksbank zu verkaufen wird schwierig und auch meine Lebensgefährtin wird mich seltsam ansehen (es sei denn, es war ihre Idee). Mit 5 Mille im Minus wird das weitere Leben sehr schwer oder man muss seine Seele alle halbe Jahre an RTL verkaufen.

Jetzt begeben wir uns in die Schuhe eines Konzern-CEOs. Vor ihm stehen 10 Manager, die alle dieses Spiel spielen können im Auftrag des Konzern. Ziemlich sicher werden 9 davon 5 Millionen minus machen, also 45 Millionen. Ebenfalls ziemlich sicher wird einer 100 Millionen verdienen. Aus Sicht des Konzernlenkers ein gutes Geschäft mit überschaubarem Risiko.

Sicherlich vereinfacht dieses Model extrem und ich habe es einem Buch entnommen („Schnelles Denken, langsames Denken“ von Kahneman http://www.amazon.de/Schnelles-Denken-langsames-Daniel-Kahneman/dp/3886808866) , aber es zeigt wie VCs oder Konzerne funktionieren.

Warum gibt es aber dann so wenig intrinsische Innovation in Konzernen? Weil man lernen muss, dass Scheitern Teil des Geschäfts ist. Nicht alles wird funktionieren, eher im Gegenteil, das Meiste wird nicht funktionieren. Man braucht aber mutige Intrapreneure, die trotzdem den Einsatz wagen. Leider feiern wir zu gerne, die zufällig erfolgreichen und bemitleiden die zufällig nicht erfolgreichen. Aber das ist so Baby-Boomer und so nicht mehr Generation Y (http://de.wikipedia.org/wiki/Generation_Y). Hoffe ich wenigstens…

CU

0xff

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *