Sicherheit und die Cloud – Die Gefahren liegen ganz wo anders…

Hi…

Auf die Frage, wer den Cloud Computing macht, wurde vor einigen Jahren im Fachpublikum noch mit leichten Lachanfällen reagiert. Alles viel zu unsicher. Wenn man dann gesagt hat, dass jeder, der privat eine gehostete Email-Adresse hat oder gar Online-Banking macht, eigentlich schon voll in der Cloud angekommen ist, gab es verdutzte Gesichter.

Heute ist das Thema Cloud salonfähig geworden – ob die IT-Abteilung das wollte oder nicht. Das Totschlag-Argument Sicherheit hat nicht gezogen – irgendwie. Ich nenne Sicherheit hier ein Totschlag-Argument, weil zumeist nicht viel dahinter steckt. Man sagt, „Unsicher“ und hofft, dass keiner eine weitere Frage stellt. In Wahrheit hat man sich mit dem Thema sowas von Null beschäftigt. Wenn man dann sagt, dass Cloud Daten wahrscheinlich die besser geschützten sind, reagiert man am besten mit Auslachen. Leider sprechen die Tatsachen eine andere Sprache.

Nehmen wir diesen netten Artikel http://www.cloudtweaks.com/2013/05/top-5-hipaa-security-risks-as-providers-migrate-to-tthe-cloud/ . Überrascht uns eigentlich, dass Hacking und IT Probleme mit 6.3% es gerade noch so in die Top 5 Probleme geschafft haben?? Probleme wie das Stehlen von Laptops, Herumliegen von Ausdrucken und derartiges mehr, sind halt immer noch die Spitze. Und das sind Hinterlassenschaften der alten Zeit.

Nun sind die 6.3% immer noch zu viel, keine Frage. Und die Tatsache, dass alte Bekannte wie SQL Injection noch immer die Top 10 der OWASP Liste anführen, macht einen wundern. Wer heute keine Tools wie Code Analyzer einsetzt, ist selber schuld und sollte dafür auch haftbar gemacht werden.

Die Diskussion, die man zum Thema Cloud Security noch führen sollte, ist der Speicherort der Daten. Leider ist das Internet da nicht eine homogene Landschaft. Der Speicherort der Daten bestimmt den gesetzlichen Rahmen zum Thema Datenschutz. Wir Deutschen dürfen mit Recht sagen, dass wir es erfunden haben. Wir sollten dieses Erbe auch in eine Tradition verwandeln und uns bewusst sein, dass dies unser Beitrag für das globale Netz werden könnte. Aber nur, wenn wir Tradition nicht mit dem Bewachen der Asche sondern mit dem Erhalten des Feuers übersetzen. Datenschutz muss sich wandeln und die Zeichen der Zeit mitnehmen. Die Aussage einiger Datenschutzfundamentalisten, dass Social Networks sowieso des Teufels wären, wird da nicht helfen.

CU

0xff

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