Work-Life-Balance

Hi…

Die Idee des Work-Life-Balance (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Work_Life_Balance) definiert verschiedene Lebensdomänen wie Arbeit, Familie, Freizeit. Zwischen diesen soll man eine Balance halten.

In den letzten Tagen habe viel über das Thema nachdenken müssen. Diese Gedanken mag ich mal teilen:

Wenn man etwas in Balance halten will, muss man es zunächst einmal unterscheiden können. In der Physik bezeichnet man damit die Ausgeglichenheit aller Potentiale und Flüsse (http://de.wikipedia.org/wiki/Gleichgewicht_(Physik) ).

Lasst mich mal drei Gedankenspiele machen. Was hätte der Begriff Work-Life-Balance für einen Schmied oder Müller im Mittelalter bedeutet?? Genau: Nichts. Es gab keine Trennung zwischen Arbeit, Familie oder Freizeit (äh, welche Freizeit?). Für diese Menschen war ihre Arbeit so prägend, dass sei danach genannt wurden. Ja, und ich heiße Fischer ;-). Und sie müssten Erholung, Abwechslung, Aufregung und Beruhigung – eben Alles in diesem Beruf finden.

Erstaunlicherweise empfinden wir heute dies als die „guten alten Zeiten“ und es gibt Menschen, die aktiv sich zurück in diese Zeit beamen, in dem sie „aussteigen“.

Gedankenspiel 2: Wir befinden uns jetzt zur Zeit der Industrialisierung. Die Menschen arbeiten im Diktat der Uhr. Sie werden hochspezialisiert und die Arbeit auf die endlose Wiederholung einzelner Handgriffe reduziert. Marx sieht hier eine Trennung des Menschen vom Ergebnis seiner Arbeit. Man trennt auch Arbeitsleben von der Familie und Freizeit. Was hätte Work-Life-Balance für diesen Arbeiter bedeutet?

Gedankenspiel 3: In der heutigen Zeit, in welchem Model befinden wir uns heute? Ist Arbeit und Freizeit voneinander getrennt? Oder kann man auf seine Arbeit stolz sein, es seinen Kindern weitergeben? Sind wir Mittelalter oder Industrie?

Ich denke, wir sind uns einig, dass der Marxsche Arbeitsbegriff so heute nicht mehr gilt. Was heißt jetzt aber Work-Life-Balance heute?

Ich denke, es geht nicht mehr um noch mehr Freizeit oder Urlaub. Vielmehr geht es darum, dass man mit seiner Arbeit „eines“ sein kann. Dass man Spaß daran hat, sich selbst verwirklichen kann; Spannung, Spaß und Spiel halt. Dafür lass‘ ich mich als Manager dann auch gerne verantwortlich machen.

CU

0xff

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